Philosophie oder die 'weise' Sicht aufs Ich...
Vorweg, ich reflektiere sehr oft. Vor dem Spiegel. Mein Spiegel hat schon richtig Charakter! Ja und dann bete ich noch hin und wieder. Ich bete aber keine Gebete so wie sie sie vielleicht kennen, nein, ich bete meine eigenen Gebete, damit sich meine Wünsche und Richtungen, die ich einschlage, auch in meinem Geiste manifestieren.
Ich denke, ich mag Bergwandern. Ich beschränke mich aber immer mehr auf trittsicheres Terrain, ich hab den Nervenkitzel satt, ich hatte genug davon und will in meiner Freizeit mehr und mehr den Luxus des sich Fallen lassens. Und es gibt genug Berge, die eben nicht gefährlich sind.
Ich denke, ich mag Aussergewöhnliches. Ich liebe es zu Shoppen, zu schmöckern. Ich verstehe einfach nicht mehr die Masse, die wie in Trampelpfaden durch die Supermärkte maschieren, und genau wissen was sie brauchen. Ich habe Angst vor solchen Menschen. Aber ich weiss ja noch rein gar nichts ;-)
Ich denke, ich bin eine lebende Baustelle. Baustellen haben etwas Animalisches. Sie sind in Bewegung. Es gibt für mich kein größeres Geschenk als das sich wandeln können. Und das kann ich par excellance. Verstehen sie mich aber richtig: Eine Versprechung ist eine Versprechung und wird von mir gehalten. Alles andere bleibt bei mir nicht dem Zufall überlassen, bei dem ich glaube, dass es ihn nur in der Mathematik gibt,sondern ist klar kalkuliert. Die Wirtschaft da draussen ist für mich entweder ein Projekt oder eine wiederkehrende Tätigkeit. Immer und immer wieder. Wenn sie mich fragen, ich bin klar der Projektmensch. Ich hasse schon beinahe wiederkehrende Tätigkeiten. Aber es soll ja Menschen geben, die Rituale brauchen/mögen.
Thomas Winterbacher